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Arian – ein zukünftiger Rap-Star?





Arian – ein zukünftiger Rap-Star?



Liebe Leser*innen,


jeder von uns hat einen persönlichen Geschmack, was Musik betrifft oder zumindest bestimmte Vorlieben.


Am Julius-Ambrosius-Hülße-Gymnasium lernt Arian Redzic und seine Vorliebe ist der Rap. Er hat auf YouTube schon eigene Songs hochgeladen und ich habe ihn interviewt.


Das Interview wurde kurz vor Ende des vergangenen Schuljahres geführt, mittlerweile ist Arian in der 12. Klasse und bereitet sich auf sein Abitur vor.


Viel Spaß beim Lesen :)



Ich: Hallo Arian, ich bin Emma und möchte mit dir heute ein Interview über deinen eigenen Song führen. Ich habe ein paar Fragen an dich und würde auch gleich anfangen wollen.

Du machst ja gerne Musik, aber das heißt nicht unbedingt, dass dein Lieblingsfach auch Musik ist, oder?


Arian: Nein, leider nicht. Das Problem ist, dass man sich im Musikunterricht nicht speziell auf den Rap fokussiert, sondern eher mehr auf die Musikgeschichte und auf Klassische Musik und das hat ja nicht wirklich viel mit dem Rap zu tun.


Ich: Und was machst du sonst noch gerne in deiner Freizeit?


Arian: Also auf jeden Fall Musik, das steht da wirklich an erster Stelle – ich schreibe viel, ich nehme viel auf, ich drehe viel. Vier Mal in der Woche gehe ich ins Fitnessstudio und ansonsten treffe ich mich mit Freunden, aber mehr mache ich momentan auch nicht.


Ich: Okay. Du bist jetzt in der 11. Klasse … Was hast du nach der Schule vor? Was willst du mit deinem Leben anfangen?


Arian: Also Plan A ist auf jeden Fall die Musik, mich halt wirklich voll und ganz darauf zu fokussieren, dass das eben alles mit der Musik klappt. Ich habe da jetzt aber relativ gute Voraussetzungen, weil ich eben schon einen Producer gefunden habe, der mir das alles zu einem günstigen Preis macht, wo aber auch der Kontakt passt, dass man sich halt gut versteht. Ein Kamerateam, das uns das Ganze genauso zu einem guten Preis macht und wo man nett miteinander umgeht, haben wir auch schon gefunden. Aber ansonsten will ich auf jeden Fall eine Ausbildung als Immobilienkaufmann statt einem Studium machen. Das habe ich so vor, aber nebenbei will ich halt trotzdem die Musik weiter machen.


Ich: Interessant! Aber jetzt soll es mal mehr um deinen Song gehen.

Was ist die Message deines Songs? Warum hast du diesen Song geschrieben?


Arian: Also, ich habe den Song am Anfang der Corona-Zeit geschrieben, wo meiner Meinung nach die Welt Kopf stand. So im Großen und Ganzen, gerade wenn man sich die erste Strophe anschaut, geht es um den Materialismus. In der Zeile „Ob S-Coupé, Cash und Schnee oder wie man den Schein vermehrt, alles was du dir durch Geld erkaufen kannst, hat keinen Wert“ geht es darum, dass sowas keine richtigen Werte sind, aber heutzutage kommt es oft darauf an, so nach dem Motto: wer viel Geld hat, ist mächtig bzw. mächtiger als Leute mit weniger Geld. Das will ich auf jeden Fall vermitteln.


Dann kommt ja in der zweiten Strophe: „Engel auf der linken und den Teufel auf der rechten Schulter, leider überwiegt die rechte, auch bei einem echten Bruder.“ Damit will ich sagen, dass man aufpassen soll, wem man vertraut, wem man was, wie und wo erzählt, mit wem man Gedanken und Ziele teilt. Also ich schreib nicht nur irgendwas, was ich gerade denke, sondern es gibt da schon richtige Themen, die ich versuche rüberzubringen.


Ich: Wie lange hast du an deinem Song gearbeitet?


Arian: Also, für den Text habe ich ungefähr zwei bis drei Tage gebraucht, die Aufnahme hat einen ganzen Tag beansprucht, das Mixen und Mastern an einem separaten Tag ein paar Stunden (das hab natürlich nicht ich gemacht, das hat mein Producer gemacht) und der Dreh für das Video hat zwei Tage gedauert, dazu dann noch 15 Stunden Schnitt (aber das hat auch wieder mein Producer gemacht). Also, im Großen und Ganzen kannst du da so mit einer Woche rechnen.


Ich: Du hast dein Video hier in Dresden gedreht. Warum gerade hier mitten in der Stadt?


Arian: Naja, ich bin ja sowieso Dresdner, bin hier geboren, hier aufgewachsen und für mich ist es halt wichtig, dass ich meine Stadt repräsentiere, dass eben auch andere Leute, die meinen Song hören, denken: „Ah, der Typ kommt aus Dresden, der repräsentiert Dresden.“ Wenn ich in Hamburg geboren wäre und dort leben würde, hätte ich Hamburg repräsentiert. Halt einfach, weil ich hier aufgewachsen bin, weil das meine Heimatstadt ist.


Ich: Wie haben dich deine Freunde und Familie motiviert oder unterstützt? Wie war das?


Arian: Ja, meine Mum ist ultrastolz! Also allgemein, meine Familie steht auf jeden Fall hinter mir, die feiern das, was ich mache, total. Sie versuchen auch alle, mich irgendwie ein bisschen zu unterstützen. Leute, die keine Ahnung haben vom Texte schreiben, können mich natürlich nicht ganz so sehr unterstützen. Aber die finden das alle richtig cool, die feiern das auf jeden Fall. Gerade meine besten Freunde, die waren ja auch im Musikvideo mit drin, das zeigt halt auch, dass die das megacool finden und mich da halt auch sehr unterstützen.


Ich: Dein Song ist ja ein Rap-Song. Warum gerade Rap und nicht Pop oder was ganz anderes?


Arian: Also, ich finde für Pop braucht man eher eine Stimme zum Singen, beispielsweise wie Justin Bieber oder so. Also ich habe auf jeden Fall keine Stimme zum Singen und höre auch seit der 4. Klasse Rap (das Ganze hat durch meinen großen Bruder angefangen, Bushido war der erste Rapper, den ich gehört habe). Und ich fand das halt einfach krass, wie er das schreibt. Das war halt damals alles Gangster-Rap, höre ich jetzt auch noch, aber nicht mehr so oft. So im Großen und Ganzen ist es einfach, weil ich auch mit Rap und Hip-Hop aufgewachsen bin. Ich wurde durch viele Filme und Songs durch meine großen Brüder inspiriert. Dadurch habe ich halt Rap für mich als mein Lieblings-Genre entdeckt.


Ich: Vor drei Tagen hat ein Kumpel von dir auch ein Video auf deinem Kanal hochgeladen. Wie fandest du das, als er dir das so gesagt hat?


Arian: Dazu muss ich sagen, dass LIV und ich den Kanal zusammen machen und wir werden da beide in 3-Wochen-Abständen Videos oder Songs hochladen (ob wir jetzt zu jedem Song ein Video drehen werden, weiß ich nicht). Ich finde es auf jeden Fall geil, dass ich jemanden habe, mit dem ich das zusammen machen kann, weil man da halt mehr Unterstützung hat, sei´s mental oder seelisch oder einfach allgemein, als wenn du es jetzt allein machen würdest. Zusätzlich haben wir beide den gleichen Gedanken, dass wir Musik zu unserem Beruf machen wollen und durch Musik später unser Geld verdienen wollen, halt einfach Musik machen wollen. Da denkt er so wie ich und deswegen haben wir uns dazu entschlossen, dass wir den Weg gemeinsam gehen.


Ich: Eine letzte Frage habe ich noch. Du willst ja weiterhin mit LIV an neuen Songs arbeiten. Was für Songs hast du in nächster Zeit vor zu schreiben?


Arian: Ich versuche jede Art eines Songs zu erstellen. Es gibt ja viele unterschiedliche Songs im Rap, es gibt zum einen melodische Songs, Storytelling (du erzählst eine Geschichte in einem Song), man kann Gangster-Rap machen… Ich versuche halt von jedem Stück ein bisschen zu machen, denn ich habe mich jetzt noch für kein festes Genre entschieden, ich muss sagen, ich passe in kein festes Genre wirklich perfekt rein. Ich passe weder zu 100% in den Gangster-Rap rein, noch 100% in das Melodische oder ins Storytelling oder sowas. Ich habe mich für kein Genre jetzt explizit entschieden, deshalb versuche ich einfach von jedem ein Stück weit etwas zu machen.


Also, es wird in Zukunft harter Rap kommen, es wird aber auch melodische Songs geben oder eben wo ich mal eine Geschichte erzähle, wo mir beispielsweise privat mal was widerfahren ist, was ich gut in einen Text packen kann.


Ja, also ich versuche halt schon die ganze Bandbreite mitzunehmen. Wie gesagt: ich habe mich für kein einzelnes Thema speziell entschieden.


Ich: Okay! Vielen Dank für das Interview, ich werde eurem Kanal weiterhin folgen, denn ich finde die Songs alle richtig cool! Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und noch einen schönen Tag. 😊


Das ist der Name des YouTube-Kanals von Arian und LIV: Icon Living



Interview, Text: Emma Schneider, Klasse 7d

Foto: Hanna Reinhard, Klasse 7d

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